Alles zu seiner Zeit

Hörner abstoßen

Vor über zwei Jahren war nahezu jeder meiner Artikel geprägt von einem Grund-Missmut über die Commitment-Unfähigkeit männlicher Singles. Niemand wollte mit mir zusammen sein, kaum ein Date lief nach den von mir aufgestellten (natürlich NIEMALS kommunizierten – dafür war ich viel zu cool) Verhaltensregeln ab, und sowieso waren alle Männer scheiße. Verzweifelt nach einem Freund suchend machte ich jeden Mann, der auch nur das kleinste Bisschen Freiheitsdrang verspürte, zum public enemy. Selbst vor den armen, aufrichtigen Geschöpfen, die von Anfang an ehrlich mit ihren Absichten (ihr Ficker!) waren, machte ich nicht Halt. Auch sie bekamen ihr Fett weg und wurden in Blogbeiträgen ohne Rücksicht auf Verluste oder etwas Selbstreflexion meinerseits als sexgeile Verhaltensauffällige verurteilt. – Diese Arschlöcher aber auch!

Eine Beziehung, eine Affaire, ein paar One-Night-Stands und einige Was-Dazwischens später ist jetzt alles anders: Die subjektive Freak-Dichte innerhalb meines sexuellen Bewegungsradius könnte nicht höher sein, meine Libido macht sich auf zu neuen Ufern und eine Beziehung wünsche ich mir gerade so sehr wie Chlamydien, Winter oder Übergewicht.

Das stellt mich vor eine erzählerische Herausforderung: Ich bin zufrieden, ich bin jetzt eine von ihnen. Na, das kann ja was werden!

Fortsetzung folgt.

Meinungen?

Latest Comments
  1. völlig unwichtig
  2. Nora

Post A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.